Gemeindebücherei

Roxheimer Str. 2
Alte Schule
55593 Rüdesheim


Öffnungszeiten:

Dienstag: 15:00 bis 17:00 Uhr
Donnerstag: 16:00 bis 18:00 Uhr


Kontakt:

Tel.: 0671/2987908
E-Mail: buecherei[at]ruedesheim-nahe.de

Bisher erschienene Artikel:

Gemeindebücherei Rüdesheim – LESESOMMER 2018 – Abschlussfest mit dem Liedermacher Alex Schmeisser

 

Das große Abschlussfest des diesjährigen Lesesommers fand am Samstag, dem 25. August, in der Rüdesheimer Rosengartenhalle statt.

Eingeladen waren alle Kinder, die im Rahmen des Lesesommers mindestens drei Bücher gelesen hatten, und in einem Interview mit den ehrenamtlichen Helfern den Inhalt der Geschichte wiedergeben konnten.

Der Lesesommer 2018 war nicht nur ein Sommer des Hitzerekordes, sondern auch einer des Teilnehmerrekordes. Wie war das möglich? Durch den regelmäßigen Besuch der Grundschule Rüdesheim lernen die Kinder, „Lesen macht Spaß“, ein Ohrwurm, den die Kinder zusammen mit der ehrenamtlichen Helferin Maria Scheidecker immer wieder singen.

Zuschüsse in Höhe von 800 Euro von der Ortsgemeinde und 600 Euro vom Landesbibliothekszentrum in Koblenz, machte es möglich, spannende Bücher anzuschaffen, die die Lesebegeisterung weckten. Genau diesen Leseeifer der Kinder und das ehrenamtliche Engagement lobte Bürgermeister Poppitz in seiner Laudatio. Insgesamt 98 Kinder waren im Lesesommer dabei, ein neuer Rekord.

77 Kinder bekamen eine Urkunde. Gelesen haben sie insgesamt 545 Bücher. In allen Altersstufen waren Vielleser dabei, die mehr als zehn Bücher in neun Wochen verschlungen haben. Siebzehn Bücher in dieser Zeit ist der Rekord einer Viertklässlerin: Emilie Bäder. Mit insgesamt 3.562 gelesenen Seiten hat Emma Paatz einen Rekord aufgestellt und die Klasse 3c, der Grundschule am Rosengarten ist stolz darauf, dass sie mit der größten Beteiligung, zwölf Urkunden bekamen.

Schwitzten die Kinder bei den extrem hohen Temperaturen beim Interview in der Bücherei, hatten sie danach die Möglichkeit sich im kühlen Nass des nahe gelegenen, ebenfalls gemeindeeigenen, Schwimmbades zu erfrischen.

Neue Buch-Reihen wie „Major Tom“, „Gustav Gorky“, „Coolman und ich“, oder „Leonie Looping“, waren bei den Erstlesern besonders beliebt. Aber auch für die älteren Kinder gab es interessantes Lesefutter. „Die Finstersteins“, „Der fabelhafte Regenschirm“, oder „Aleca Zamm“ wurden gerne ausgeliehen. Auch das dickste Jugend-Buch mit 622 Seiten, „Timeless“, wurde von einem Fünftklässler (Anton Ackermann) verschlungen.

Nachdem die Kinder ihre Urkunde erhalten hatten, erwartete sie eine besondere Überraschung. Alex Schmeisser lud die Kinder zu einem Mitmachkonzert ein, in dem sie aktiv werden konnten. Dabei wurde zum Beispiel bei dem Lied „Der Frosch“ gequakt, geklatscht und getrampelt. Wie im Flug verging die Zeit. Die Kinder waren stets in Bewegung und sangen die Liedtexte mit. Schmeisser gelang es auch, zwei Väter aktiv einzubeziehen. Auf Zuruf machte ein Vater einen Purzelbaum, ein anderer Vater konnte flink das Lied „Oben“ in die entsprechenden Bewegungen umsetzen. Mühelos schaffte es Schmeisser das ganze Publikum in das Bühnengeschehen einzubeziehen:

Als die Kinder am Ende des Festes stolz mit der Urkunde in der Hand die Halle verließen, waren sich das Team der Gemeindebücherei Rüdesheim und die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter einig:

Im nächsten Jahr startet der Lesesommer 2019.

Der Lesesommer in Rüdesheim ist ein Anziehungsmagnet

Bereits zum fünften Mal lockte der beliebte Cocktail-Empfang zahlreiche Schulkinder in die Rüdesheimer Bücherei. Dieses Mal waren es über 80 Kinder, die bei den alkoholfreien Sommer-Cocktails „Blauer Planet“ und „KiBa“ ihre ersten spannenden Bücher aussuchten. Mit dem extra eingeübten Lied: „Lesen macht Spaß – Vorlesen ist superklasse“ wurde der Lesesommer feierlich eröffnet.

Einen Tag zuvor waren 10 Schulklassen mit ihren Lehrern aus der Grundschule am Rosengarten zu einer besonderen Buchvorstellung eingeladen. Der sommerlich dekorierte Leseraum mit Sonnenschirm und Liegestuhl ließ bereits Ferienstimmung aufkommen.

Sabine Silbernagel und Maria Scheidecker vom Bücherei-Team stellten Bücher vor und lasen Auszüge daraus vor. Das Konzept, so die Neugier der Kinder zu wecken, geht jedes Mal auf. Am Eröffnungstag steuerten viele Kinder gezielt ihr Wunsch-Buch an und nahmen es mit strahlenden Gesichtern zum Lesen mit.

Der Lesesommer Rheinland-Pfalz ist eine Viellese-Aktion des Landes-Bibliotheks-Zentrums (LBZ) in Koblenz, zur Lese- und Sprachförderung für Schüler von 6 -16 Jahren. 194 Büchereien beteiligen sich in diesem Jahr an der Aktion.

In Rüdesheim wurden dazu über 160 neue Bücher angeschafft. Finanziert wurden diese mit 800,-€ von der Ortsgemeinde und einem Förderbetrag aus Koblenz von 600,-€.

Die Kinder sammeln Stempel in einem Club-Ausweis, nehmen an der landesweiten Verlosung teil und bekommen ab drei gelesenen Büchern am Ende eine Urkunde. Viele fleißige Helfer unter den Eltern hat die Bücherei für diese Zeit gewinnen können. Sie führen Interviews mit den Kindern, um festzustellen, dass die Bücher auch gelesen wurden. Auch online besteht für die Kinder die Möglichkeit eine Buchbewertung auszufüllen und in der Bücherei abzugeben.(www.lesesommer.de)

Acht ehrenamtlche Mitarbeiter arbeiten im Bücherei-Team mit verschiedenen Schwerpunkten. Sehr viel Wert legt Maria Scheidecker (Erzieherin) auf die Auswahl der Kinder- und Jugendbücher. Besonders wichtig sind gute Erstlesebücher. „Uns ist es wichtig, alle Altersgruppen ansprechen zu  können und auch schwächere Leser mit geeigneten Büchern für das Lesen zu begeistern.“

Der Lesesommer geht noch bis zum 11. August 2018. Wer noch mitmachen möchte ist herzlich willkommen. Die Bücherei in der Roxheimer Str. 2 ist Dienstags von 15.00 – 17.00 Uhr und Donnerstags von 16.00 – 18.00 Uhr geöffnet.

Zur Abschlussfeier am Samstag, 25. August 2018, erwartet die Kinder in diesem Jahr eine große Überraschung in der Rosengartenhalle. Das Programm und der eingeladene Künstler bleiben noch geheim.

Frühlingszauber

Am letzten Freitag im März veranstaltete die Gemeindebücherei Rüdesheim mit dem Weingut Welker Emmerich wieder einen literarischen Abend. Diese Veranstaltungen sind mittlerweile eine Art Tradition geworden.

 

Die Darstellerinnen Inge Volz und Elisabeth Linka luden zu einem bunten Strauss aus Musik und Poesie ein.

Ihr Thema war der Frühlingszauber. Zu allen Zeiten war die Sehsucht nach dem Frühling groß: Sonne, Wärme, Blüten und frische Farben.

 

Neues Wachsen und Werden in der Natur und im Herzen der Menschen.

Hoffnung und Neubeginn, davon erzählen die Lieder und Texte. Gedichte sind poetische Zeitzeugen der Jahre und Jahrhunderte. Für Elisabeth Linka ist es dabei immer wieder erstaunlich, wie aktuell doch auch die alten Texte heute wieder sind.

 

So beschreibt der Dichter Emmanuel Geibel im 19. Jahrhundert, was auch wir – gerade in diesem Jahr –  empfinden und erleben.

 

Und dräut der Winter noch so sehr
Mit trotzigen Gebärden,
Und streut er Eis und Schnee umher,
Es muß doch Frühling werden.

 

Die Musikerin Inge Volz spielte selbstkomponierte und von ihr arrangierte Klavierstücke, sang Frühlingslieder und weckte auch Mitsingbegeisterung im schönen Pavillon des Weingutes.

Ein Frühlingswalzer eröffnete das Programm. Abwechselnd von Inge Volz gesungen und von Elisabeth Linka zur Musik gesprochen erklang danach das Frühlingszauberlied von Luger Edelkötter.

Um gemeinsam mit dem Publikum den Frühling zu begrüßen, stimmte Inge Volz ein afrikanisches Willkommenslied an und schnell füllte sich der Pavillon mit dem Gesang des Publikums. Weitere Möglichkeiten einzustimmen, gab es später auch beim Refrain „Der Frühling zieht nun ein“ aus einem Lied von Günther Kretzschmar.

Mit „Forget the tears“, einer Melodie von Helmut Eisel, für Klavier arrangiert von Inge Volz, leiteten Klezmerklänge den zweiten Programmteil ein, der auch mit Klezmerklängen endete: einem Nigun, unter reger Mitwirkung des Publikums gesungen, und im Wechsel mit kurzen Texten, die Elisabeth Linka vortrug.

 

Zum Ende zitierte Elisabeth Linka niemand Geringeren als Johann Wolfgang von Goethe mit:

Ein Mädchen und ein Gläschen
Wein kurieren alle Not;
und wer nicht trinkt, und wer
nicht küsst, der ist so gut wie tot.

Die zahlreichen Gäste bedankte sich bei den Darstellern und forderte eine Zugabe. Bei einem guten Glas Wein spürten sie noch einmal dem Frühlingszauber nach und tatsächlich klopfte am nächsten Tag der Frühling zaghaft an.